Summer 2026 newsletter
Jana Schiemenz, Tanzania
Dear friends and supporters,
“You can do something I cannot do. I can do something you cannot do. Together let us do something beautiful for God.” — Mother Teresa
This quote has come to my mind often in recent weeks as I continue my work here in Mwanza. More and more, I am discovering how deeply our work depends on cooperation, encouragement, and the willingness to learn from one another.
At the Huruma School, I am gradually finding my place and recognizing where I can best contribute my skills to support the school’s development. As I get to know the staff and students better, I see how essential mutual support and collaboration are in daily life.

Helping each other builds community
For the children, it is so natural to help one another in class or on the playground. There are always helping hands ready to push a child in a wheelchair across the bumpy grass, to help someone who has fallen, or to accompany a new child who is not yet familiar with the surroundings. In this joyful, inclusive atmosphere, the children experience a sense of community and can feel valued just as they are. This is especially meaningful since children with disabilities and their families —often single mothers— still frequently face rejection and misunderstanding outside of the Huruma School.
In the classroom, students learn in small groups tailored to their individual levels, each led by a teacher. Three mornings a week, I introduce new activities and teaching materials, and together we explore how these can be used. Through modeling clay, painting, cutting, gluing, and much more, the children develop a wide range of skills while we foster their creativity, joy, and independence.

Concentrated work in the handcrafts class
In the second half of the morning, we began setting up a handicrafts class for the older students, expanding the school’s life-skills program and equipping students with abilities that may help them contribute to their family income after leaving school. Co-leading this with my Tanzanian colleague Salome has been especially enriching. Our first project is making doormats from fabric scraps. The nine students involved participate with great enthusiasm and perseverance, proud of the first products of their work. Our small workshop team has already developed a warm routine in which everyone feels comfortable learning at their own pace. Yusufu often comes up to me after breakfast and asks, “Is there another handicrafts class today?” When I give him the key, he goes ahead with Steve and Emma; together they sweep the room, open the curtains, and prepare everything independently. The rest of the students join a little later with Salome, after they’ve washed the breakfast dishes. Energized by Tanzanian gospel music, we work together until lunchtime.
Since March, I have also been offering an after-school sewing course twice a week for teachers. Two sewing machines that had not been used for some time were repaired and put back into service, and we purchased basic sewing materials. Shortly afterward, another machine was donated from a project where it was no longer needed. I am amazed at how things often fall into place at the right time. Several teachers already had sewing experience, and quickly the first lovely items made from colorful African kitenge fabrics began emerging from our class. We have already sold a few backpacks and fabric elephants, and the team is hopeful this new project will generate additional income for the school and the staff involved.
I hope these impressions give you a glimpse of the daily work at Huruma School and my joy in being part of this team since January, bringing what I can to our shared effort to build a supportive, nurturing environment for the children in our care and their families.
Warm greetings from Tanzania,
Jana

Huruma children start their day joyfully with exercises
Sommer 2026 newsletter
Jana Schiemenz, Tanzania
Liebe Freunde und Unterstützer,
„Du kannst etwas tun, was ich nicht kann. Ich kann etwas tun, was du nicht kannst. Lasst uns gemeinsam etwas Schönes für Gott tun.“ Mutter Teresa
Dieses Zitat ist mir in den letzten Wochen immer wieder einmal in den Sinn gekommen bei der Arbeit in meinen Einsatzstellen in Mwanza. Mir wird immer bewusster, wie sehr der Erfolg unserer Arbeit von Kooperation, gegenseitiger Ermutigung und der Bereitschaft, voneinander zu lernen, abhängt.

Einander helfen schafft Gemeinschaft
Im Schulalltag bei Huruma finde ich allmählich meinen Platz und sehe, wo ich mit meinen Fähigkeiten einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Schule leisten kann. Während ich das Mitarbeiterteam und die SchülerInnen zunehmend besser kennenlerne, nehme ich wahr, wie wichtig und verbindend eine Haltung des Miteinander und der gegenseitigen Unterstützung im Alltag ist.
Für die Kinder ist es so selbstverständlich einander in der Klasse oder beim Spiel auf dem Außengelände zu helfen. Immer sind hilfreiche Hände da um ein Kind im Rollstuhl gemeinsam über die holprige Wiese zu schieben, jemandem, der hingefallen ist wieder aufzuhelfen oder ein neues Kind, das sich noch nicht gut auskennt, zu begleiten. In diesem fröhlichen, alle einschließenden Miteinander erleben die Kinder Gemeinschaft und können sich wertgeschätzt fühlen, so wie sie sind. Wir sehen wie wichtig diese positive Erfahrung des Angenommen-Seins und Dazugehörens für die Entwicklung der Kinder ist. Insbesondere da Kinder mit Behinderung und ihre Familien – oft alleinerziehende Mütter – außerhalb der HURUMA Schule noch immer häufig mit Unverständnis und Ablehnung konfrontiert sind.

Konzentriertes Arbeiten in der
Handarbeitsklasse
In der Klasse lernen die SchülerInnen in Kleingruppen entsprechend ihres Lernstandes begleitet von je einer Lehrperson. An drei Vormittagen in der Woche, biete ich in den verschiedenen Gruppen neue Aktivitäten und Unterrichtsmaterialien an und wir erkunden gemeinsam mit der zuständigen Lehrperson und den Kindern, wie diese Materialien genutzt werden können. Beim Kneten, Malen, Schnippeln, Kleben und vielem mehr, erlernen die Kinder vielfältige Fähigkeiten und wir fördern ihre Kreativität, Freude und Eigenständigkeit im Tun.
In der zweiten Hälfte des Vormittags haben wir begonnen, eine Handarbeitsklasse für die älteren SchülerInnen zu etablieren. Damit möchten wir das bestehende Programm der Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten erweitern und hoffen, den Jugendlichen mit Behinderung Fertigkeiten zu vermitteln, mit denen sie auch nach Abschluss der Schule etwas zum Familieneinkommen beitragen können. In der gemeinsamen Leitung dieses Projektes mit meiner tansanischen Kollegin Salome erlebe und schätze ich, wie wir uns in unseren Fähigkeiten gegenseitig bereichern. Als erstes Projekt stellen wir Türvorleger aus Stoffresten her. Die neun SchülerInnen sind mit großer Begeisterung und Ausdauer dabei und stolz auf die ersten Produkte ihrer Arbeit. Unser kleines Werkstatt-Team hat schon nach kurzer Zeit eine Routine entwickelt, in der sich alle wohl fühlen und jeder in seinem eigenen Tempo lernen und arbeiten kann. Oft kommt Yusufu nach der Frühstückspause auf mich zu und fragt: „Gibt es heute wieder eine Handarbeitsklasse?“ Wenn ich ihm den Schlüssel für den Werkstattraum gebe, geht er mit Steve und Emma voraus, gemeinsam fegen sie den Raum, öffnen die Vorhänge und bereiten selbstständig alles für die Stunde vor. Die restlichen Schüler kommen etwas später mit Salome hinzu, nachdem sie das Frühstücksgeschirr abgewaschen haben. Beschwingt von tansanischer Gospelmusik arbeiten wir dann bis zum Mittagessen miteinander.
Die restlichen Schüler kommen etwas später mit Salome hinzu, nachdem sie das Frühstücksgeschirr abgewaschen haben. Beschwingt von tansanischer Gospelmusik arbeiten wir dann bis zum Mittagessen miteinander.
Seit März biete ich zusätzlich an zwei Nachmittagen nach Schulschluss für interessierte Lehrpersonen einen Nähkurs an. Zu diesem Zweck haben wir zwei längere Zeit ungenutzte Nähmaschinen im Besitz der Schule wieder reaktiviert und ein Grundstock an Nähmaterialien neu angeschafft. Wenig später konnten wir eine weitere, in einem anderen Projekt nicht mehr benötigte Nähmaschine in Empfang nehmen. Ich staune, wie Dinge sich oftmals zur rechten Zeit fügen. Mehrere Lehrpersonen haben bereits etwas Erfahrung mit der Nähmaschine und inzwischen entstehen in unserem Nähkurs erste hübsche Produkte aus bunten afrikanischen Kitenge Stoffen. Einige Rucksäcke und Elefanten konnten wir bereits erfolgreich verkaufen und das Team ist hoffnungsvoll mit diesem neuen Projekt zusätzliches Einkommen für die Schule und die beteiligten MitarbeiterInnen zu generieren.
Ich hoffe, diese kurzen Einblicke vermitteln Euch einen Eindruck vom Alltag der Huruma Schule und meiner Freude daran, seit Januar Teil dieses Teams zu sein und mitzuwirken am gemeinsamen Bemühen in der Schule ein wertschätzendes, förderliches und ermutigendes Umfeld für die betreuten Kinder und ihre Familien zu schaffen.
Mit herzlichen Grüßen aus Tansania,
Jana.

Die Huruma Kinder beginnen ihren Tag fröhlich mit Sport





